
ZSC gewinnt im Exil
29 Januar, 2009
Gestern war ich am Final der Champions Hockey League. Auf das Endspiel hin werden die Sportstadien normalerweise immer grösser. Nicht so in Zürich: Wenn der ZSC das Finale im europäischen Klubeishockey erreicht, muss er ins Kleinstadion nach Rapperswil ausweichen. Am Schluss war das allen egal: „Egal wo, egal wie, mir sind immer debi“, sangen die ZSC-Fans nach dem historischen 5:0 gegen Magnitogorsk. Damit hatte niemand gerechnet. Das zeigte die folgende Freinacht. Die Fans pilgerten nach Zürich-Oerlikon. Aber das Public-viewing-Zelt beim Hallenstadion war bereits geschlossen, und vor dem Cheyenne bildete sich eine lange Warteschlange. Dafür ging in der Trübli-Bar die Post ab – bis 2 Uhr. Doch die ZSC-Spieler liessen sich bis zu unserem Abgang nicht blicken; die waren im Mascotte. Ich hätte doch auf meinen Kollegen mit Draht in die Spielerkabine hören sollen.