Archiv für März 2009

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Rauchende Steuer-Colts

27 März, 2009

kavallerieSteinbrück’s Kavallerie reitet unaufhaltsam durch die deutsche Steuerprärie: Zuerst stürmten die berittenen Steuerfahnder im öffentlichen Morgengrauen die Postwagenburg des Hinterziehers Klaus Zumwinkel. Vor laufender Kamera wurde der Postchef in Cologne City abgeführt. Dann ritt die Steuer-Kavallerie einen Scheinangriff auf das Indianer-Reservat Switzerland. Die Colts rauchen noch immer. Kein Wunder, dass Indianerhäuptling Sitting Merz keine Friedenspfeife rauchen will.
Jetzt haben die Steuerfahnder auch TV-Squaw Verona Pooth aus dem Feldbusch geklopft. Am Marterpfahl beteuert sie ihre steuertechnische Jungfräulichkeit. Ihr und allen anderen werden diese Unschuldsbeteuerungen aber nichts nützen. Kavallerie-Anführer Peer Steinbrück kennt kein Mitleid mit Steuerflüchtlingen und ihren Lagerstellen. Das Duell im G20-Coral steigt wie geplant am 2. April. Das Resultat dieser verbalen Schiesserei ist absehbar: Die Indianer in den Reservaten müssen ihre längeren Speere und einige Goldnuggets abgeben – ansonsten werden sie in die ewigen Jagdgründe geschickt.

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3 Fragen an Piero Esteriore

25 März, 2009

piero-esterioreWarum haben Sie das „Big Brother“-Haus verlassen?
Mir fehlte der Durchhaltewille. Obwohl es um mehr ging als nur ums Vögeln und um Titten, wie ich anfangs gedacht hatte.

Gab Ihnen Ross Anthony den Rest, als er alle Zigaretten im Haus entfernte?
Ross ist ein Sauhund! Der drückte Zigarettenstummel in eine Torte, und ich ass davon. Das ist eine Schweinerei.

Sie blufften vor dem Einzug mit Ihrem besten Stück, zeigten es aber nicht. Angst?
Das war ein dummer Spruch. Ich habe ihn noch nie gemessen, aber einen Dicken habe ich, dass weiss ich.

(Quelle: News)

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Kindergarten-Politik

22 März, 2009

indianerreservatDie Beziehungen zwischen Bern und Berlin sind auf Kindergarten-Niveau abgerutscht. Auslöser war der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück, der die unschuldige Schweiz mit Zitaten aus Karl-May-Büchern verbal angriff. Jetzt schlägt Bundesrat Merz auf gleichem Niveau zurück. Hans-Rudolf macht neuerdings auf „Trötzlen“ und verweigert ein Treffen mit dem bösen deutschen Nachbarsbub Peer. Eins oben drauf setzt der Schweizer Verteidigungsminister Maurer: Ueli hat sein Lieblingsspielzeug, den Dienst-Mercedes, in der Tiefgarage abgestellt – wie das seine Vorgänger bereits mit den deutschen Leopard-Panzern vorexerziert hatten. In der nächsten Znüni-Pause werden sich die anderen Bundesräte mit ihren Kollegen solidarisieren: Micheline entsorgt ihre rote Fielmann-Lesebrille, Pascal wirft seinen Boss-Anzug in den Caritas-Kleidersack, und Moritz tauscht mit Peer keine Panini-Bilder mehr. Aber auch das gemeine Schweizer Volk leistet seinen Beitrag: Es stürmt die Läden des deutschen Discounters Lidl.

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ER sucht Sie

22 März, 2009

CEO, DIPL-ING., 41/187,
wie die meisten wirklich Erfolgreichen ist er frei von  jeglichem Imponiergehabe. „ER“ geht seine Vorhaben strukturiert u. mit leisen Tönen an, u. als leidenschaftlicher (Wasser-)Mann weiss er das Leben zu geniessen – am liebsten bald zu zweit. Tagsüber stets im feinen Anzug und Businesslook, nach Feierabend locker und sportlich gekleidet, kann das weibliche Auge garantiert und immer wohlgefällig auf diesem äusserst  gepflegten Appenzeller Eidgenossen ruhen, denn er hat volle dunkle Haare, keinen Bauch, blendend weise Zähne und eine schlanke Figur. Da er als Vorstandsvorsitzender eines grossen ital.-schweizerischen Unternehmens bekannt ist, möchte er nicht im Internet nach einer Partnerin suchen.“

Die Kontaktanzeigen in der NZZ sind mit den Leserbriefen im Tagblatt ein steter Quell der Inspiration. Mehr über diesen tollen Hecht findet Sie im Akademiker-Kreis. Das Raten, um welchen still und leise erfolgreichen Wirtschaftsführer es sich handelt, überlasse ich ihr.

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Junk mail

20 März, 2009

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Botellón vor dem Bundeshaus

19 März, 2009

Eine holländisch-kanadische Studie beweist, dass (Zitat: NZZ) „Darstellungen von Alkohol im TV wie ein direkter Anstoss zum sofortigen Trinken wirken können“: Alkohol in der Fernseh-Werbung und in Filmen lässt Fernsehzuschauer häufiger zur Flasche greifen. Eine wirklich bannbrechende Erkenntnis! Wer hätte das gedacht? Jetzt ist auch klar, wieso der Ständerat die TV-Werbung für Alkoholika wieder verbieten will. Schweizer Regional- und Lokalfernsehsender dürfen nämlich Werbung für Wein und Bier machen; das staatliche SF aber nicht – ausser für alkoholfreies Bier, das nur durch Untertitel als solches zu erkennen ist. Dafür können wir uns in den privaten und öffentlich-rechtlichen TV-Sendern Deutschlands kastenweise Bierwerbung zu Fussballspielen ansehen. (Anders ist das Gekicke und Gebolze oft auch nicht auszuhalten.) Bei solch realitätsfremden Werberegeln bleibt uns nur eines: Wir solidarisieren uns mit einem Botellón vor dem Bundeshaus mit den armen Schluckern der Schweizer Bier- und Weinbranche.

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Wirtschaftsaufschwung

18 März, 2009

„So shoppen Schweizer Promis die Krise weg“, titelt heute das Gratisaltpapier .ch. Bundesrätin Doris Leuthard geht mit gutem Beispiel voran. Sie erneuert bereits in diesem Frühling ihre Gartenmöbel! Damit leistet sie ihren persönlichen Beitrag zum raschen Aufschwung der Schweizer Volkswirtschaft. Unterstützt wird sie dabei von Missen-Mutter Karina Berger, die sich eine Diesel-Jeans für 300 Franken geleistet hat. Und Ex-Vize-Miss-Schweiz Xenia Tchoumitcheva hat sich eine Chanel-Tasche gekauft. Bei soviel Wirtschaftsfrauenpower kann der umtriebige Warenposten-Otto natürlich nicht zurückstehen: Der freisinnige Nationalrat hat Aktien des jüngsten Staatsbetriebs UBS gekauft – damit die armen Investmentbanker weiterhin ihre Boni in der Seefelder Porsche-Garage ausgeben können.

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Rezessionsblocker

17 März, 2009

Hast du auch genug von den schlechten Wirtschaftsnachrichten? Dann findest du Hilfe beim Rezessionsblocker. Das Programm filtert unangenehme Wörter und Botschaften aus den Online-Nachrichten. Leider gibt es dieses Angebot nur für englischsprachige Hiobsbotschaften. Nachfolgend findest du ein Beispiel dafür, was der Rezessionsblocker bei Schweizer Wirtschaftsmeldungen ausrichten könnte.

Publicitas-Index mit seit Juni 2002
Der Publicitas-Index über Werbeausgaben für kommerzielle Anzeigen wie auch für Beilagen ist im Februar 2009 von 88,3 auf nunmehr 86,0 Punkte. Damit sei der Index, teilte die «P» am Montag mit. «Nebst der, die auf alle Anzeigenkategorien abfärbt, schlägt auch zu Buche, dass im Monat Februar 2009 im Vergleich zum Schaltjahr 2008 eine Ausgabe», schreibt die Publicitas dazu. Laut «P» gehören die Banken und die Telekommunikationsunternehmen «zu derjenigen Gruppe, welche die Ausgaben für Anzeigenwerbung am stärksten haben». Der umfasse mittlerweile sämtliche Regionen in der Schweiz und alle Kundensegmente. Die Zahl der Immobilienanzeigen und der Stellenanzeigen nehme weiterhin, was wenig überrasche. Nur die Abstimmungskampagnen Anfang Februar haben den der Gelegenheitsinserate etwas. Der Teilindex Stelleninserate ist wesentlich volatiler als der Publicitas-Index und weist einen starken auf. Er 9,8 Punkte und von 179,7 auf 169,9 Punkte. Der Teilindex Immobilieninserate ebenfalls, und zwar von 67,8 auf 66,0 Punkte. Die Ursache für die seit 2006 zu beobachtende Entwicklung liegt bei den Verkaufs- und Mietobjekten, schreibt die «P».

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Leserbrief der Woche 9/09

13 März, 2009

„Liebe Shannon, leider haben Sie nicht Recht. Die neuen Cobras stin­ken, weil im Sommer durch die Hitze die Leute mehr schwitzen und der Schweiss sich in die Polster absetzt und die meisten Schweizer am Mor­gen nicht duschen. Als ich in Costa Rica lebte, fragten mich die Leute immer, ob es wirklich stimmt, dass die Schweizer, Franzosen usw. am Morgen nicht duschen. Ich sah die Leute dann verdutzt an. Jedoch muss ich denen Recht geben. Die Schweizer duschen morgens nicht. Ausser die Banker, aber leider nicht alle, darum stinkt es.“
Roger im Tagblatt der Stadt Zürich

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Eidg. dipl. Blockwart

13 März, 2009

Jetzt reicht’s! Ich bekomme wöchentlich Post von unserer Hausverwaltung. Mal macht sie uns auf die Waschküchenordnung aufmerksam. Dann bittet sie uns, illegale Abfallentsorger („Inhalt: mit Urin gefüllte Mineralwasserflaschen“) der Polizei zu melden. Der Abwart droht, den Abfalleimer abzuhängen, wenn weiterhin Abfall in den Eimer geworfen wird. Und unsere Hausmutter platziert im Lift ihre Post-it-Zettel: „Bitte keine Zigarettenstummeln vom Balkon auf den Rasen von Frau V. werfen!“. Wozu dieser ganze Papierkrieg, wenn die Täter nie gefasst und der Mieterschaft verwiesen werden? Jetzt müssen endlich Taten folgen! Deshalb lasse ich mich zum eidg. dipl. Blockwart ausbilden.  Zuerst werde ich die  FCZ-Anhänger dingfest machen, die überall ihre Kleber anbringen und in der Tiefgarage Joints rauchen. Zweitens werde ich von allen Mietern mit Balkon über Frau V.’s Gartensitzplatz eine Speichelprobe verlangen. Und wenn wir schon dabei sind, können wir auch gleich den Urin testen. Zudem wird die Waschküche in Zukunft mit Videokameras überwacht. Nur so bringen wir wieder Zucht und Ordnung in unsere Mietskaserne! Zu guter Letzt werde ich mich der Polizei stellen: Ich parkiere mein Velo manchmal im leeren Raum für nicht existierende Kinderwagen. Und ich wasche auch am Sonntag.