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Niedergang der Zürcher Fussballkultur

17 Februar, 2008

Was ist das Lustvollste am Besuch eines Fussballspiels der selbst ernannten Super League? Richtig: Bier und Pausenbratwurst. Aber auch das wird den Zürcher Fussballfans jetzt ausgetrieben. Zuerst mussten wir aus dem Fussballstadion Hardturm ins Leichtathletik-Stadion Letzigrund wechseln. Dort ist es fast unmöglich, in 90 Minuten Bratwurst und Bier zu bekommen. Und das Bier ist bei „Hochrisikospielen“ ein 2,4-Promille-Pfütze. Resultat: Metzger Horber verkauft vor dem Stadion Bratwürste, das Bier dazu bringen die Fans kartonweise selber mit. Auch am letzten Donnerstag, beim UEFA-Pokalspiel FCZ-HSV. Die für das Stadionumfeld verhängte Bierbannmeile führte zu absurden Situationen am Albisriederplatz: Die Coop-Filiale deckte ihr Alkohol-Sortiment mit Plastik ab, aber im Restaurant Flora gab es normales Bier. Ausser für bekennende Fussballfans: Eine Gruppe HSV-Fans musste unverrichteter Dinge wieder abziehen, während sich die Stammtischgäste fröhlich zuprosteten. Soviel zu Gastfreundschaft und Gewerbefreiheit im Vorfeld der EURO 2008. Mir ist auch nicht bekannt, dass es beim Hochrisiko-Eishockeyspiel ZSC-Lugano in Oerlikon kein Bier mehr gibt. Scheinbar haben die Eishockeyfans einen besseren Ruf. Deshalb plädiere ich für Alkoholtests im Letzigrund-Stadion: Rein kommt nur, wer weniger als 1 Promille ins Röhrchen bläst.

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