Archive for Mai 2008

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Leserbrief der Woche 21/08

23 Mai, 2008

„Euro-Flüchtlinge! Uns versperrt man nicht nur den Weg, man nimmt uns regelmässig das Recht auf Schlaf bei den vielen Festen mit groben Auswirkungen auf das Nachtleben. Am schlimmsten wirds bei der Euro! Drei Wochen und täglich am Morgen zur Arbeit. Für uns unvorstellbar! Bezahlt uns die Stadt eine Ausweichmöglichkeit? Bei solch einem ‚Begeisterungszwang‘ müsste sie dies doch, oder?“
I.T. (nicht zu verwechseln mit E.T.), Tagblatt der Stadt Zürich

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EURO-Sponsoren: Even bad news are good news

22 Mai, 2008

Die Deutschen nehmen die offiziellen EURO-Sponsoren nur begrenzt wahr. Der Bekanntheitsgrad der Unternehmen hat in den letzten 6 Monaten ab- statt zugenommen. Diese ernüchternden Resultate sind für die Schweiz nicht 1:1 übertragbar. Bereits vor dem 1. Anpfiff hat Carlsberg seine Bekanntheit mit schlechten Schlagzeilen massiv gesteigert. Aber: Neue Biertrinker, die freiwillig zur Carlsberg-Flasche greifen, werden die Dänen nicht gewinnen – im Gegenteil. Auch wenn die dipl. Medienexpertin Dr. phil. Regula Stämpfli weiss: „Selbst schlechte News sind gute News.“ Diese Weisheit müsste sich die als nationale EURO-Sponsorin praktisch unbekannte Hublot zu Herzen nehmen. Und das geht so: Uhren anderer Marken dürfen in Stadien und Fanzonen nicht getragen werden. Damit würde der Genfer Luxusuhrenproduzent endlich für Schlagzeilen sorgen.

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Zürcher Biersitten

21 Mai, 2008

Zürich ist trotz Turbinenbräu keine Bierstadt (mehr). Zuerst ging am Eishockey-Playoff-Finale im Hallenstadion nach 40 Spielminuten das Bier aus. Zum Glück wurden in den Katakomben noch einige Fässer gefunden. Und bei der ZSC-Meisterfeier gab es dann ökologisch wertvolles Aludosenbier und Freinacht auf Glatteis. Dass es dabei keine Schwerverletzten gab, ist wohl dem Alkohol zu verdanken. Ein weiterer Beweis, dass „Bier, in Massen getrunken, gewiss nicht schadet“.
Ansonsten gelten in der Host City Zurich andere Sitten: An den Fussballspielen von GC und FCZ gibt es um und im Leichtathletik-Stadion Letzigrund nur 2,4%-Bier. Darum bringen die Zuschauer das Dosenbier gleich selber mit. So weit soll es an der Street Parade nicht mehr kommen. Stadträtin Esther Maurer droht mit dem Ende der technoiden Grossveranstaltung, sollte es wieder zu Alkoholexzessen kommen. Um diese Drohung zu unterstreichen, fährt ein grünes Sponsor-Gefährt auf dem städtischen Tramnetz. Das Tram trägt Werbung für Carlsberg alkoholfrei: das offizielle EURO-08-Bier, das niemand trinken und schon gar nicht 6 Franken dafür bezahlen will.

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Bullshit-Marketing

20 Mai, 2008

Ambush-Marketing, auch Schmarotzer-Marketing genannt, ist vor der EURO 08 allgegenwärtig. Beispiel Migros: Unter dem Logo M’08 fährt sie ungeniert auf dem Trittbrett mit, obschon sie keine offizielle EURO-08-Sponsorin ist. Das ist Ambushing vom Feinsten. Die Steigerungsform heisst Bullshit-Marketing. Zu besichtigen im neusten Migros-Magazin: „Da gehts rund und vor allem lustig zu“. Die YB-Spieler Christian Schwegler, Thomas Häberli, Hakan Yakin, Thomas Wölfli sowie Ex-Natigoali Jörg Stiel grinsen sich durch den MMM Wynecenter Buchs – nicht auf dem Trittbrett, sondern im Einkaufswagen. „Das Angebot hat uns fast erschlagen“, so Wölfli. Spontaner Entschluss: „Wir laden die EM’08-Fans zur Grillparty ein.“ Solche und andere hanebüchene Texte („YB trifft auf feine Migros-Cervelats“) musst du gelesen haben. „Gemeinsam blasen sie die Luftballons ‚Hopp Schwiz‘ um die Wette auf und werfen die Luftschlangen in den Einkaufswagen.“ Ich sage nur: kultverdächtig.

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3 Fragen an Miss Zürich Alexandra Feybli

19 Mai, 2008

„Ich bin so 90-60-90 plus minus“

Haben Sie Erfahrung im Modeln?
Ich war mal Swisscom-Statutin. Oder wie sagt man?

Was tun Sie, um Miss Schweiz zu werden?
Ich gehe weiter ins Fitness. Und bereite mich geistig auf die Fragen dort vor.

Sie sagten in der Wahlnacht, Sie wollen der Jugend helfen. Wie?
Ich will zeigen, dass man es ohne Alkohol lustig haben kann.

(Quelle: News)

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Wählt Danowski!

19 Mai, 2008

danowskiMarian Danowski kandidiert konsequent für jedes Amt, das die Stadt Zürich zu vergeben hat: Bezirksrat, Friedensrichter, Kreisschulpfleger, Statthalter usw. Dadurch verhindert er auch unbestrittene stille Wahlen, zum Beispiel in die Kreisschulpflege Uto. Deshalb müssen bei jeder seiner Kandidaturen zehntausende von Wahlzetteln gedruckt werden. Um die weitere Verschwendung von Steuergeldern endlich zu stoppen, bleibt uns nur eine Wahl: Marian Danowski! Beim letzten Versuch erhielt der gute Mann bereits 29 Stimmen; seine Gegenkandidatin für die Ersatzwahl in die Kreisschulpflege Glattal schlug ihn knapp mit 947 Stimmen.

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Das Eigentor des Jahrhunderts

16 Mai, 2008

Die Schweizer Eishockey-Nati hat das WM-Viertelfinale gegen Russland mit 0:6 verloren – obschon sie zwei Tore erzielt hat. Eines mit der Hand und eines aus spitzem Winkel. Kleiner Trost: Das Slapstick-Eigentor von SCB-Offensivverteider Philippe Furrer hat es innert zwei Minuten auf Youtube geschafft: Als „The worst own goal ever“ ist es nominiert für die Icehockey Hall of Shame.