Archive for Juli 2008

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Lässige Challenge League

25 Juli, 2008

Das Schweizer Sportfernsehen (SSF) startet am Montag die Fussball-Saison der Nati B, sorry: Challenge-League. Endlich, darauf haben wir seit dem EURO-Ende gewartet. Bei den Spielübertragungen vor leeren Zuschauerrängen und verwaisten Fernsehsesseln sind diverse Weltpremieren geplant. So will SSF die  zukünftigen Stars langfristig medial begleiten. Daraus resultieren dann Exklusiv-Reportagen wie Spielerwechsel von Wil SG zu GC ZH. Oder der jetzt schon absehbare Aufstieg von St. Gallen-Trainer Forte zum Hitzfeld-Nachfolger. Neu wird die TV-Moderatorin Claudia Lässer vor und nach jeder Direktübertragung Gäste empfangen. Da bieten sich die üblichen (arbeitslosen) Verdächtigen an: Egli, Kubi, Zubi. Die pendeln dann zwischen SSF idée tristesse und SRG SSR idée suisse. Mit „Claudias Corner“ will SSF der Live-Übertragung einen Touch „Lifestyle“ vermitteln. Dann erfahren wir endlich mehr über Unterarm-Tattoes, eingewachsene Zehennägel und Kreuzbandrisse. Jeden Montag auf SSF.

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Roger and friends

18 Juli, 2008

Roger Federer zieht ins steuergünstige Wollerau. Aber nicht etwa aus fiskalischen Gründen. Nein, sondern weil Roger an der oberen Pfnüsel- küste viele Freunde hat: Fasnachtsbruder Marcel Ospel, Sandkastenkumpel Stephan Schmidheiny, seine Trainings- partnerinnen Martina Hingis und Patty Schnyder, der zukünftige EHC-Basel-Trainer Ralph Krueger und nicht zu vergessen seine Autofahrlehrer Felipe Massa und Kimi Räikkönen. Jetzt fehlen nur noch sein Golftrainer Tiger Woods und Fussballballett-Partner Thierry Henry. Schön, wenn man gute Freunde hat. Die sind allemal wichtiger als tiefe Steuersätze.

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Sport ist ungesund

16 Juli, 2008

„Es gibt im Sport zwei Lebenslügen, die ihn an den Rand des Ruins getrieben haben: Sport hat mit Politik nichts zu tun, und Sport hat mit Geld nichts zu tun.“ Das sagt IOK-Vizepräsident Thomas Bach im Tages-Anzeiger-Interview. Die dritte Lüge hat Bach vergessen: Sport ist gesund. Davon kann der verstorbene Tour-de-France-Sieger Marco Pantani leider kein Lied mehr singen. Dafür werden die olympischen Athleten diese Sportlüge aufdecken. Denn in Peking erreicht die Luftverschmutzung gesundheits- gefährdende Werte: „Es ist so ähnlich, als ob man die Athleten mit Gift fütterte“, sagt der Atmungsexperte des amerikanischen Marathonteams. Das schreibt der Tages-Anzeiger in der gleichen Ausgabe. Und weiter: Wenn die Messstationen in Peking zu viel Dreck in der olympischen Luft registrieren, stellen die Chinesen sie einfach ab und messen 40 Kilometer ausserhalb der Stadt. Deshalb sagt das IOK, dass „die Gesundheit der Athleten absolut nicht in Gefahr ist“. Nur die Segler müssen aufpassen, dass sie nicht unter den olympischen Algenteppich geraten.

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Die zwei Gesichter des Roger K.

10 Juli, 2008

Benenne drei Unterschiede:

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PR-Enten und Knie-Fälle

7 Juli, 2008

Gemäss SonntagsBlick war die Affäre von Gregory Knie mit Magdalena von Podolski ein „PR-Gag“. Die Liebesbeziehung zwischen dem Direktor des  Zirkus Salto Natale und der deutschen Schauspielerin wurde genau dann bekannt, als Salto Natale auf Deutschland-Tournee ging. Kein Zufall: Die inszenierte Affäre sollte dazu dienen, Knie in die deutschen Medien zu bringen und so Zuschauer zu Salto Natale.

Nicht auszudenken, wenn es weitere PR-Enten gäbe: Carla und Nicolas oder Hillary und Barack oder Angela und George oder Trix und Flix …

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Mehr Fussballplätze braucht die Stadt

5 Juli, 2008

Zürich hat kein echtes Fussballstadion (mehr) und zu wenig Fussballplätze. Zum Beispiel im Quartier Wiedikon. Derweil steht das Hardturm-Stadion leer. Jetzt haben es Aktivisten besetzt. Aber nicht etwa, um mehr Fussballplätze in unterentwickelten Stadtquartieren zu fordern. Nein, sie demonstrieren gegen die Kommerzialisierung des Fussballs. Bis zur nichtkommerziellen Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika lade ich die 700 Hardturm-Besetzer aufs Heuried ein. Dort sind am Sonntag die Heimspiele des FC Wiedikon zu sehen. Eintritt in die Public-Viewing-Zone: 5 Franken. In der Pause gibt es Turbinenbräu im hölzigen Klublokal. Köbi Kuhn’s Stammklub freut sich auf alle Anhänger des garantiert nichtkommerziellen Amateurfussballs.

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Leserbrief der Woche 27/08

2 Juli, 2008

„Apropos Benzinpreise: Meiner Meinung nach sind die Preise noch nicht hoch genug, solange es Leute gibt, die den ganzen Tag mit Licht herumfahren und während der EM Fahnen an ihre Fahrzeuge montieren, die negative Auswirkungen auf den Verbrauch haben.“
D. Z., Tagblatt der Stadt Zürich