Archive for Dezember 2008

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Sylvester-Party in Pontresina

31 Dezember, 2008

Alle Jahre wieder stellt sich uns die gleiche Frage: Wo verbringen wir den Sylvester-Abend? In den letzten 25 Jahren haben wir einiges versucht: Legendär sind die Parties auf dem Burgdorfer Gyrisberg, in der Oberburger Steingrube oder im Chalet zu Adelboden. Nach diesen wilden Jahren wurden wir etwas ruhiger. Ob gediegenes Essen in der Spanischen Weinhalle (wir waren die einzigen, die maskiert zum Maskenball erschienen) oder im Schweizerhof auf der Lenzerheide, ob Musik und Tanz im Bergrestaurant auf der Alp Stätz – so richtig befriedigen konnte uns nur noch eines: die eigene Sylvester-Party im engsten Freundeskreis. Seit wir aber Weihnachten und Neujahr in Pontresina verbringen, feiern wir meistens nur noch zu Zweit in unserer Ferienwohnung. Denn leider ist die Einladung zur Party in Jürg Marquards St. Moritzer Turm-Suite noch nicht bei uns eingetroffen. Und das Diner für 1000 Franken in Jöhri’s Talvo ist leider seit Wochen ausgebucht. Unter diesen Voraussetzungen haben wir auch keine Lust, uns für läppische 400 Franken Eintritt die Nacht in einer Edel-Disco um die Ohren zu schlagen. Nein, wir bleiben in Pontresina. Zuerst gibt es Kartoffel-/Lauch-Gratin mit Lammfilet. Dazu läuft der Sylvester-Stadl auf SF 1. Danach werde ich im Kronenhof die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Verdauungstanz bitten. Den Absacker genehmigen wir uns dann auf der kleinsten Bühne der Schweiz in der Pitscha Scena. What a night to remember!

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Scheinliberale

20 Dezember, 2008

Endlich haben sich die Volksvertreter im National- und Ständerat für die Zulassung von Parallelimporten durchringen können. Dagegen waren die ach so liberalen Wirtschaftsvertreter von SVP und FDP. Verkehrte Welt.  Den scheinliberalen Politikern haben wohl die von den Parallelimporten ausgenommenen Pharmaprodukte das Hirn vernebelt. Dieser Meinung ist nicht nur der Karikaturist des Tages-Anzeigers. Die unverdächtige NZZ kommentiert dazu: „Die ‚marktorientierten‘ Parteien FDP und SVP haben ohne Not ihre Glaubwürdigkeit geopfert.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

parallelimporte

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Schrott-Bonussystem

19 Dezember, 2008

schrottpapiere1Langsam habe ich Mitleid mit den armen Investmentbankern. Sie erhalten für die von ihnen mitverursachten Milliardenabschreiber der Banken keine oder weniger Bonuszahlungen. Und bei der Credit Suisse gibt es statt Aktien „giftige kommerzielle Hypotheken und Unternehmensanleihen“ als Bonus. Wenn die Investmentbanker für diese Schrottpapiere Abnehmer finden, können sie ihren Bonus zu Geld machen. Ansonsten bleibt ihr Kontostand gleich, was nicht viele von uns behaupten können.
Mit diesem Bonussystem übernimmt die Credit Suisse gemäss eigenen Aussagen eine Vorbildfunktion. Dieses System ist aber nur für die virtuelle Bankenwelt tauglich. Denn, was würde passieren, wenn andere Branchen dieses Modell übernehmen? Statt Lohnerhöhungen gäbe es für armen Schweizer Autohändler (nur 264’000 verkaufte Neuwagen auf 7 Millionen Einwohner!) schrottreife Occasionsfahrzeuge zum Verscherbeln, die Metzger erhielten Gammelfleisch zum Weiterverkauf und so weiter. Fest steht bei jedem Bonussystem: Am Schluss zahlt immer der Dumme – Bankkunde, Konsument, Steuerzahler.

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Ultimative Geschenk-Tipps

18 Dezember, 2008

heelariousHighheels für Kleinkinder,
gefunden auf www.heelarious.com. Soll bei den Beckhams gross in Mode sein.

hundeparfum

Hunde-Parfum
„Eine warme Komposition aus Mandarine, Veilchen und Sandelholz vereinen sich zu einem harmonischen Duft und verstömen gelassene Energie, die für den dynamischen und attraktiven Hund charakteristisch ist.“
Gefunden auf Tiffanys Dog World.

crocs

Mammoth Crocs
„Do not let the cold weather hold you back from having fun this winter while wearing the outdoor performance mammoth!“ Gefunden auf www.crocs.com

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Tele Flop

17 Dezember, 2008

tele-topDer Ostschweizer Privatsender Tele Top hatte während der Bundesratswahl 0 Zuschauer. Das entspricht einem Marktanteil von 0,4%. Das ist gemäss Tele-Top-Geschäftsführer Heuberger „ein guter Wert für einen Werktag“. Und auch kein Grund zur Beunruhigung. Denn schliesslich hat Tele Top vom Bundesrat eine Konzession für das Gebiet Zürich-Nordostschweiz erhalten. Dadurch können in naher Zukunft noch mehr Zuschauer nicht Tele Top fernsehen. Diese künftigen Nichtseher werden jetzt mit einer 1,5 Millionen Franken teuren Spot-Kampagne angesprochen. Konzessionseintreiberin Billag („Macht Service public möglich“) will damit alle TV-Besitzer zum Zahlen der Gebühren aninimieren. Nur so kann Tele Top auch in Zukunft einen Marktanteil von unter 1% erreichen.

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Google Zeitgeist 2008

15 Dezember, 2008

google_zeitgeist_2008obama, roger federer, madonna, rihanna, britney spears, paris hilton, chuck norris, miss schweiz, cristiano ronaldo, amy winehouse: Das sind gemäss Google die in der Schweiz am meisten gesuchten Personen. Mit unseren deutschen und österreichischen Nachbarn teilen wir die Vorliebe für britney spears, obama, madonna und amy winehouse. Die Deutschen stehen aber mehr auf top models und gina lisa, die Österreicher auf  kaiserschmarrn und eierschwammerl. Bemerkenswert an der Schweizer Statistik ist, dass es weder die EURO 2008 noch Sämi Schmid unter die ersten Zehn geschafft haben. Die Google-Zeitgeist-Länder-Statistiken findest du hier. In meiner Blog-Statistik führt übrigens Miss Zürich Alexandra Feybli vor Promi-Partygängerin Shawne Borer-Fielding.

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Endlich Bundesratswahl

6 Dezember, 2008

bundesratswahlDie Spannung ist kaum mehr auszuhalten: Am 10. Dezember wählt die vereinigte Hinterbänkler-Versammlung endlich den Nachfolger von Sämichlaus. Die Medien orakeln seit Tagen über alle möglichen Szenarien. Es ist die vorweihnachtliche Hohezeit der Stämpflis, Stöhlkers und anderer Dampfplauderis. Fest steht gar nichts. Oder doch? Der einzig wahre Christoph ist nicht wiederwählbar. Und Ueli, der Maurer, ist privat eigentlich ein ganz Lieber und Netter.
Konkordanz, Alternanz oder Popanz – das ist die Frage, welche die einfachen Gemüter in der Bellevue-Bar beschäftigt. Dort werweissen die Mischler unter Leitung des selbst überschätzten CVP-Präsidenten, wie sie mit dem Parallelimport der SVP umgehen wollen. Sollen sie Daueranwärter Schwaller als Sprengkandidat der Wiederverwertung zuführen? Oder soll der grüne Luc das Militär übernehmen? Hauptsache, die Bundesratswahl dauert möglichst lange. Das bringt mehr Sitzungsgeld, erhöht die Fernsehpräsenz und verzögert die wirklich wichtigen Entscheidungen. Was für eine überhypte Schmierenkomödie.