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Schrott-Bonussystem

19 Dezember, 2008

schrottpapiere1Langsam habe ich Mitleid mit den armen Investmentbankern. Sie erhalten für die von ihnen mitverursachten Milliardenabschreiber der Banken keine oder weniger Bonuszahlungen. Und bei der Credit Suisse gibt es statt Aktien „giftige kommerzielle Hypotheken und Unternehmensanleihen“ als Bonus. Wenn die Investmentbanker für diese Schrottpapiere Abnehmer finden, können sie ihren Bonus zu Geld machen. Ansonsten bleibt ihr Kontostand gleich, was nicht viele von uns behaupten können.
Mit diesem Bonussystem übernimmt die Credit Suisse gemäss eigenen Aussagen eine Vorbildfunktion. Dieses System ist aber nur für die virtuelle Bankenwelt tauglich. Denn, was würde passieren, wenn andere Branchen dieses Modell übernehmen? Statt Lohnerhöhungen gäbe es für armen Schweizer Autohändler (nur 264’000 verkaufte Neuwagen auf 7 Millionen Einwohner!) schrottreife Occasionsfahrzeuge zum Verscherbeln, die Metzger erhielten Gammelfleisch zum Weiterverkauf und so weiter. Fest steht bei jedem Bonussystem: Am Schluss zahlt immer der Dumme – Bankkunde, Konsument, Steuerzahler.

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