Archive for Juli 2009

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Baustellen-Abstimmung

30 Juli, 2009

Dr. Matthias Ackeret ist Journalist und Autor („Blocher-Prinzip“). Er verlangte im Breaking-News-Sender Radio 1, dass in der Stadt Zürich über alle Baustellen abgestimmt wird, die über 50’000 Franken kosten. So liesse sich in Zukunft das Baustellen-Chaos vermeiden. Ackeret’s Vorschlag stimme ich zu: Dann könnten wir endlich über jedes VBZ-Haltestellen-Häuschen abstimmen. Und die städtische Abstimmungszeitung würde zum vier Mal jährlich erscheinenden Buch mutieren, das als Paket verschickt werden müsste.

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Prominente Ignoranz

28 Juli, 2009

„I think gay marriage is something that should be between a man and a woman“, Arnold Schwarzenegger.

„My sister’s expecting a baby, but I don’t know if I’m going to be an uncle or a aunt“, Chuck Nevitt, American basketball player.

„I get to go to lots of overseas places, like Canada“, Britney Spears.

„I’d like to play for an Italian club, like Barcelona“, Mark Draper, footballer.

(Quelle: Spotlight)

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3 Fragen an Piero Esteriore (2)

16 Juli, 2009

Piero + RobertoPiero, deine Single mit Roberto Blanco schlägt nicht so ein.
Diejenigen, die beim Radio arbeiten, haben keine Ahnung von guter Musik. Ich denke einfach, dass ich den Medien ein Dorn im Auge bin.

Wieso denkst du das?
Ich musste noch nie um Aufmerksamkeit kämpfen, ich bekomme sie einfach. Ich bin ein Medienmagnet. Das liegt daran, dass ich polarisiere und mich nicht verstelle oder hinter einem Image verstecke.

Wirst du nicht irgendwann müde, wenn du täglich „Stehaufmännchen“ spielen musst?
Nein. Ich bin gerne das Arschloch, wenn ich dafür den Weg für kommende Schweizer Musiker freikämpfen kann. Die Eier dafür habe ich.

(Quelle: Blick am Abend)

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Radio bla bla

14 Juli, 2009

Auch für den Zürcher Privatsender Radio 1 hat die Saure-Gurken-Zeit begonnen. Morgens dürfen wir uns irgendwelche Zürcher Bademeister anhören. Und die Meldung, dass Stadträtin Corine Mauch nach wenigen Wochen im Amt bereits Sommerferien macht, ist der längeren Rede wert.  Da freut man sich über die Nachricht, dass Dampfplauderi Mark van Huisseling uns seine unsägliche Promi-Kolumne aus dem Programm gekippt wird. Die Freude ist aber von kurzer Dauer, denn die Berichterstattung über Cervelat-Prominente soll ohne MvH ausgebaut werden.  „Zürichs beste Nachrichtenredaktion“ (Eigenwerbung) bringt ab Mittwoch täglich die neue Sendung „Radio-1-People-News“ –  natürlich nur für Erwachsene. Ich empfehle dem Schawinski-Sender,  sein Redaktionskonzept nochmals zu überdenken. Nach dem Motto: „only relevant news“. Ansonsten bleibt mir nur das Umschalten auf mein iTunes-Radio.

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Garderobenkästchen-Nachbarn

10 Juli, 2009

GarderobenkästchenAm Samstagmorgen triffst du mich im Hallenbad City. Dann hat es Platz. Nicht nur auf Bahn 1 („Tempo“), wo keine  schlappen Säcke deine Crawl-Bemühungen durchkreuzen, sondern auch in der Garderobe – mindestens theoretisch. Praktisch sieht es so aus, dass fast alle Garderobenkästchen leer sind. Aber weil es Männer gibt, die im Hallenbad City Kontakt suchen, werde ich ständig umzingelt: die benachbarten Kästchen sind immer belegt. Wie gesagt, ich kann mir das nur mit der Kontaktfreude meiner Garderobenkästchen-Nachbarn erklären. Wobei ich noch nie mit jemandem ins Gespräch gekommen bin. Das muss an meiner grimmigen Miene liegen, wenn mir meine Garderobenkästchen-Nachbarn im Weg stehen.

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3 Fragen an Mahara McKay

7 Juli, 2009

Heute findet die Trauerzeremonie für Michael Jackson statt. Werden Sie mittrauern?
Ich habe schon letzte Woche um ihn getrauert. Das muss ich heute nicht nochmals tun. Die Hysterie um seinen Tod finde ich sowieso total daneben. In den letzten Jahren hat sich keine Sau für ihn interessiert und einmal tun alle so betroffen. Das ist doch bireweich!

Hat Ihnen Jacko etwas bedeutet?
Ich hatte seine Songs immer auf meiner Playlist. Noch vor zwei Wochen haben alle reklamiert, wenn ich mehr als einen Track von ihm gespielt habe. Jetzt flehen mich die Leute an, seine Musik zu spielen. Es herrscht eine künstliche Jack-Euphorie. Eigentlich wahnsinnig.

Finden Sie das nachvollziehbar?
Nein! Es ist einfach nur traurig, dass Michael erst sterben musste, um wieder geliebt zu werden. Jetzt kaufen alle wieder seine CDs und tun so, als wären sie schon immer Jackson-Fans gewesen. Sowas regt mich auf.

(Quelle: Blick am Abend)

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Fluchtwege im Letzigrund

7 Juli, 2009

Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiss: Der Letzigrund ist nicht nur keine Fussballarena, er ist auch kein Konzertstadion. Good-News-Geschäftsführer André Béchir bestätigt im Tages-Anzeiger, dass Konzerttermine schwierig zu finden wären: „In Zürich spielen zwei Fussballklubs in einem Stadion“. Béchir sieht noch andere gravierende Nachteile. Erstens: „Man sieht von überall ins Stadion. Wir müssten alles abdecken.“ Zweitens: Bei Regenwetter bestehe die Gefahr, dass sich Stehplatzbesucher auf den Sitzplätzen niederliessen. Drittens: Die Infrastruktur sei bedeutend schlechter als im Stade de Suisse (!). Béchir’s Fazit: Der Letzigrund sei „definitiv kein Konzertstadion“. Trotzdem hat das Letzigrund-Management in den letzten Wochen Installationen für Fluchtwege einbauen lassen. In Zukunft können die Schiris nach Petardenangriffen aus der Südkurve aus dem architektonisch wertvollen Leichtathletikstadion fliehen. Und Maradona, der FCZ-Muni, wird direkt in den Schlachthof flüchten.